Der Hasenjunge Johan lebte glücklich und zufrieden in einem beschaulichen Haus an der schwedischen Küste, bis eines Nachts der Federkönig aus dem Himmelreich geflogen kam und ihm die Mutter entriss. Seither besegelt er zusammen mit seinem Vater die Meere und lässt der Verschollenen Briefe per Flaschenpost zukommen. Vom durchtriebenen Alleskönner Bill, einem bärtigen Hund mit Hut, erhält er einen Passierschein zum Reich des gefürchteten Königs und macht sich alsbald auf der Suche nach seiner «Ma-Ma».
Der Bindestrich steht für die kurze Pause zwi- schen den Silben, die der schwedischen Beto- nung eigen ist. Johan wird dementsprechend auch «Jo-han» betont – eines der vielen hübschen Details, die zum Reiz dieses skandinavischen Kindermärchens beitragen. Die Oberflächen und Schauplätze in «Beyond Beyond» sind idealtypisch gestaltet: Das Meer strahlt milchig-blau, das flaumige Hasenfell lädt zum Anfassen ein und das neue Heim der Mutter leuchtet in warmen Farben. Zudem potenzieren die je nach Laune geknickten oder aufrecht stehenden Hasenohren die Niedlichkeit des Ausdrucks.
Wie schon 2011 für «Der grosse Bär» schrieben Regisseur Toft Jacobsen und Autor Jannik Thai Mosholt das Drehbuch für ihren neuen Film gemeinsam. Für ihre allegorische Erzählung vom Dies- und Jenseits liessen sie sich von skandinavischen Volkssagen inspirieren. Gekonnt und kindgerecht thematisieren sie auch schwierige Situationen, wie etwa als Johan am Ende des Filmes realisieren muss, dass die Mutter nicht zurückzuholen ist. (rr)
- RegieEsben Toft Jacobsen
- LandSEDK
- Produktionsjahr2014
- Laufzeit1 Stunde 18 Minuten
- Sprache (Untertitel)Schwedisch (Englisch)
- Altersfreigabe8
