Der Gesichtsausdruck von O-Ei alias „Miss Hokusai“ strahlt das gewisse „Etwas“ aus. Liegt es einzig an den buschigen Augenbrauen, die ihrem Aussehen Charakterstärke verleihen? Trotz des auffälligen Äusseren handelt es sich um die relativ unbekannte Tochter des japanischen Malermeisters Hokusai, der 1814 in Edo – dem damaligen Tokyo – lebte und in Europa von Malern wie Degas oder Van Gogh verehrt wurde. Im Film wird er als Eigenbrötler und Visionär porträtiert, der sich mit seiner Tochter ein chaotisches Atelier teilt und mit ihr um die Exzellenz in der Malkunst wetteifert. Als eines Tages O-Eis jüngere Schwester schwer erkrankt, gerät beider Routine ins Schwanken. Während er sich wort- und machtlos dem Schicksal stellt, besucht O-Ei ihre Schwester vermehrt im Blindenheim und lässt sie an den Klängen und Geräuschen einer belebten Brücke teilhaben. Adaptiert von Hinako Sugiuras Manga «Sarusuberi» fand die internationale Premiere des Anime bei dem 39. Festival von Annecy statt. Regisseur Keiichi Hara und Drehbuchautor Miho Maruo, die bereits für «Colorful» zusammen arbeiteten, hatten 2011 am selben Festival den Publikumspreis erhalten. Im Team fungierten u. a. Yoshimi Itazu («The Wind Rises») als «chief animator» sowie Hiroshi Ono («A letter to Momo») als «digital matte artist». (rr)
Stimmen: Kumiko Asô, Gaku Hamada, Kengo Kôra
- RegieKeiichi Hara
- LandJP
- Produktionsjahr2015
- Laufzeit1 Stunde 30 Minuten
- Sprache (Untertitel)Japanisch (Englisch)
- Altersfreigabe14
