«The Boy and the Beast» von Mamoru Hosada erzählt eine aussergewöhnliche Geschichte in farbenprächtigen, atemberaubenden Bildern: In der Menschenwelt Shibuya büchst der Waisenjunge Ren von seinem Zuhause bei Pflegeeltern aus und durchquert den geheimen Durchgang nach Jutengai, der Stadt der Tiere. Jutengai ist in Aufruhr, denn es ist an der Zeit einen neuen Anführer zu wählen: Nur der beste Kämpfer kommt dafür infrage und die beiden Konkurrenten Lôzen und Kumatetsu bereiten sich auf die Wahl vor. Lôzen ist der Favorit der Stadt, da er weise und gutherzig ist; Kumatetsu hingegen zieht mit seinem launischen Temperament und seinen Zornesausbrüchen den Unmut der Bewohner*innen auf sich. Nur ein Schüler könnte sein Ansehen verbessern und seine Chancen auf den Sieg steigern – also nimmt er den verirrten Ren bei sich auf und gibt ihm den neuen Namen Kyuta. Die beiden ungeduldigen und jähzornigen Aussenseiter geraten immer wieder aneinander, doch mit der Zeit glätten sich die Wogen und Kyuta erweist sich als würdiger Schüler. Kumatetsus Beliebtheit steigt damit und alles scheint bereit für den grossen Kampf. Doch dann verirrt sich Kyuta zurück in die Menschenwelt, lernt lesen, findet eine Freundin und trifft seinen leiblichen Vater. Von nun an lebt er hin- und hergerissen zwischen den beiden Welten, bis der Augenblick der Entscheidung kommt. Es ist eine Geschichte über Väter und Söhne, Schüler und Lehrer, Freundschaft und Einsamkeit. Hosada vereint in seinem Film Gegensätze, setzt Kontraste und macht tiefgründige Gegenüberstellungen. Er inszeniert bewusst eine Familiengeschichte; nicht weil diese leicht zu vermarkten wäre, sondern weil er die berührendsten Erfahrungen aus dem wahren Leben erzählen will. Das Umfeld des feudalen Japans bietet dafür eine abenteuerliche, dynamische Kulisse.
Stimmen: Koji Yakusho, Aoi Miyazaki, Shota Sometani
- RegieMamoru Hosoda
- LandJP
- Produktionsjahr2015
- Laufzeit1 Stunde 58 Minuten
- Sprache (Untertitel)Japanisch (Deutsch/Englisch)
- Altersfreigabe12
