Black is Beltza

Baskenland, 1967: Otis Redding ist tot, ein Auto flieht vor der Polizei. Flashback in die USA, 1965: Dem Basken Manex wird verboten, mit seinen riesigen schwarzen Figuren an der Parade von New York teilzunehmen. Niedergeschlagen von Rassismus, Diskriminierung und Ungerechtigkeit, trifft Manex bald auf Menschen, die ein ähnliches Schicksal teilen. Der baskische Widerstand findet auf der ganzen Welt Sympathisant*innen, eine globale Revolution steht an. Manex begibt sich immer tiefer in politische Untergrundaktionen. Gejagt von US-amerikanischen, spanischen und israelischen Agent*innen, flieht er mit Hilfe eines ausgeklügelten politischen Netzwerks um die halbe Welt.
Der ungewöhnliche, ziemlich schräge Spionagethriller führt vom Baskenland in die USA und über Kuba nach Algerien, während Manex Zeuge historischer Ereignisse und Weggefährte bedeutender Persönlichkeiten wird. Basierend auf einer 2014 erschienenen Graphic Novel nach wahren Begebenheiten, katapultiert der temporeiche Film das Publikum in eine actionreiche Verfolgungsjagd. Malcolm X, der KKK, Ché Guevara und psychedelische Hippiefestivals zeugen von einer jungen und aufgewühlten Generation. Mit zahlreichen Flashbacks und Einschüben werden das fieberhafte Versteckspiel und die verdeckten, globalen Netzwerke miteinander verwoben. Der baskische Regisseur Fermin Muguruza ist ein bekannter Musiker, was sich im einprägsamen Soundtrack des Filmes zeigt. Bereits in seinem ersten Langfilm, der Dokumentation «Checkpoint Rock: Canciones desde Palestina» (2009), wurde Muguruzas ausgeprägtes Interesse für politische Themen einerseits und von der Musik geprägte Filme andererseits deutlich. «Black is Beltza» wurde 2018 an der Closing Night des renommierten San Sebastián International Film Festival gezeigt und lief im Wettbewerb des Internationalen Trickfilm Festivals Stuttgart.

  • RegieFermin Muguruza
  • LandES
  • Produktionsjahr2018
  • Laufzeit1 Stunde 20 Minuten
  • Sprache (Untertitel)Spanisch (Englisch)
  • Altersfreigabe16+