Loulou, l'incroyable secret

Es war einmal ein elternloser Wolf namens Loulou, der mit seinem Kaninchenkumpel Tom im Land der Hasen aufwuchs. Eines Tages erfährt der junge Meister Isegrim von der hellseherischen Krähe Cornelia, dass seine totgeglaubte Mutter lebt. Im Rennfahrwagen der Hasenfamilie begibt sich Loulou zusammen mit Tom auf den Weg nach Wolfensberg, der Stadt, nach der seine Mutter benannt sein soll. Auf besagtem Berg regiert ein weisser Wolf, ein Pelikan im Anzug regelt den Einlass zum Hotel und eine fuchsschlaue Hofdame namens Scarlett unterhält fleischfressende Gäste aus aller Welt, die für das «Festival de Carne» angereist sind.
In Solotareffs Fabel, mittlerweile ein Klassi- ker der französischen Kinderliteratur, stehen die Figuren in einem vielschichtigen Verhältnis zu ihrer tierischen Natur. Namen, Akzente, Verhal- tensmuster und tradierte Tiersymboliken regen zahlreiche Assoziationen und Interpretationen an. Konfrontiert mit dieser zivilisierten Tierwelt – an sich ein Widerspruch –, erinnern die zwei Protagonisten u. a. daran, dass kultivierte Freundschaft auch über naturbedingten Animositäten stehen kann.
Mit «Loulou, l’incroyable secret» hat Drehbuchautor und Comiczeichner Eric Omond zusammen mit dem Autor und Illustrator Grégoire Solotareff dessen gleichnamiges Bilderbuch für die grosse Leinwand adaptiert. Die französisch-belgische Koproduktion inszeniert Loulous Initiationsreise als schlichte 2D-Animation. Anfangs Jahr wurde das Werk mit dem César für den besten Animationsfilm prämiert. Einen beachtlichen Anteil am Erfolg dieses Filmes dürfte u. a. die magisch anmutende Filmmusik des vielversprechenden Komponisten Laurent Perez del Mar gehabt haben. (rr)

  • RegieGrégoire Solotareff, Eric Omond
  • LandFR
  • Produktionsjahr2013
  • Laufzeit1 Stunde 20 Minuten
  • Sprache (Untertitel)Französisch (Englisch)
  • Altersfreigabe6