Der kleine Kun ist vier Jahre alt, als seine Schwester Mirai (Japanisch für «Zukunft») geboren wird. Mit einem Schlag verändert sich der Familienalltag und Kun erfährt, was es heisst, nicht mehr allein im Mittelpunkt zu stehen. Eifersüchtig und verwirrt sucht der Junge im Garten der Familie Zuflucht, wo er unerwartet eine neue Bekanntschaft macht. Der Garten entpuppt sich als eine Art magisches Tor, durch das Kun in verschiedene Zeiten reisen und sich selbst wie auch seine Familie aus einer neuen Perspektive entdecken kann. Nicht zuletzt ermöglichen ihm seine ungewöhnlichen Reiseerlebnisse zu lernen, was Familienzusammenhalt und das Übernehmen von Verantwortung als grosser Bruder bedeuten.
«Mirai» beginnt als Familiengeschichte, die sich um das Thema Geschwisterkonkurrenz dreht, bewegt sich aber dann fort von bekanntem Terrain in andere Welten. Der Film lässt den kleinen Kun und mit ihm auch die Zuschauer*innen die Zusammenhänge einer Familiensituation erkunden, die sich aus dem Miteinander vielschichtiger Persönlichkeiten ergibt. In starken Bildern wird die Entwicklung des Jungen zu einem fürsorglichen grossen Bruder begleitet. Dabei fügen sich die Fantasy-Elemente nahtlos in die Realität der Familie ein und erweisen sich als wichtige Trittsteine auf dem Weg von Kuns Reifeprozess.
Bereits in seinen preisgekrönten Langfilmen «Das Mädchen, das durch die Zeit sprang» (2006) und «Der Junge und das Biest» (2015) verwob Regisseur Mamoru Hosoda gekonnt Fantasy-Elemente mit einer in der Realität angesiedelten Geschichte. Seine Werke brachten ihm 2018 die Berufung in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences ein. «Mirai» war für über 20 Filmpreise nominiert, darunter für einen Golden Globe und einen Oscar, und wurde unter anderem 2019 mit einem Annie Award als «Best Animated Independent Feature» ausgezeichnet.
- RegieMamoru Hosoda
- LandJP
- Produktionsjahr2018
- Laufzeit1 Stunde 37 Minuten
- Sprache (Untertitel)Japanisch (Englisch), Deutsch eingesprochen via Kopfhörer
- Altersfreigabe6+
