Nach dem tragischen Tod ihres Mannes stürzt die weltberühmte Flamenco-Tänzerin Trini in eine tiefe Depression. Ihre Leidenschaft erlischt, ihre Füsse stehen still. Doch damit nicht genug: Ihr Sohn Damian verwandelt sich in einen Bösewicht. Mit übersinnlichen Kräften bringt er Mitmenschen in Gefahr und richtet zunehmend splatterhafte Mordszenen an. Ein teuflischer Plan scheint Trini und Damian im Griff zu haben. Wer kann die leidgeplagte Familie aus ihrer Dunkelheit befreien? Womöglich der raffgierige Bischof? Die unheimliche Wahrsagerin? Oder Pfarrer Lenin, der selbst wieder etwas Sinn im Leben brauchen könnte? «Pos Eso» (engl: «Possessed») ist eine rabenschwarze Komödie in Knetanimation. Die Lust am Zitat ist in fast jeder Szene zu sehen – Reminiszenzen und Adaptionen aus «The Exorcist», «Alien», «Indiana Jones» wollen entdeckt werden, um nur einige zu nennen. Blut fliesst, Knetköpfe rollen, Augen zucken. Nichts für schwache Nerven. Mit seinem ersten Spielfilm legt Regisseur Samuel Erik Ortiz eine gruslig-vergnügliche Hommage an die besten (Horror)filme der Filmgeschichte vor. Gleichzeitig ist Trini eine einzige Liebeserklärung an den spanischen duende, die Seele des Flamenco. Es ist ebendiese tiefe Leidenschaft, welche die verzweifelte Mutter das Tal der Tränen durchschreiten lässt. So ist «Pos Eso» nicht nur Zitat, sondern im Gegenteil auch ein Manifest für die durchbrechende Kraft des Eigenen: Die Sinnsuche führt Trini zunächst reflexartig zu zwielichtigen (wenn auch witzigen) Gestalten, welche hinter dem Deckmantel ihrer Hilfsbereitschaft die eigene Gier verstecken. Erst spät realisiert Trini, dass sie es selbst ist, welche den Schlüssel zur Befreiung in ihrem Herzen trägt. (ast)
Stimmen: Anabel Alonso, Alex Angulo, Carlos Areces, Marivi Bilbao, Santiago Segura, Josema Yuste
- Regie Sam
- LandES
- Produktionsjahr2014
- Laufzeit1 Stunde 22 Minuten
- Sprache (Untertitel)Spanisch (Englisch)
- Altersfreigabe16
