Revengeance

Trotz seines klangvollen Beinamens ist Privatdetektiv Rod Rosse, «the one man posse» (die «Ein-Mann-Bande»), nicht gerade vom Glück verfolgt. Da kommt ihm der Auftrag, den Brandanschlag auf einen Motorradclub zu untersuchen, gerade recht – auch wenn der Auftraggeber der mehr als zweifelhafte Senator Deathface ist, bekannt durch seine frühere Wrestling-Karriere. Rosse ist zudem nicht der Einzige, der auf den Fall angesetzt wird. Wenigstens hat er eine patente Mutter, die ihm in brenzligen Situationen mit Rat und Tat zur Seite steht. Und in solche Situationen gerät Rosse zuhauf, wenn er versucht, der geheimnisvollen Tatverdächtigen Lana auf die Spur zu kommen, und sich dabei mit anderen Kopfgeldjägern, Bikercliquen und einer verrückt gewordenen Wüstensekte herumschlagen muss. Der Titel deutet es schon an: Die Regisseure Bill Plympton und Jim Lujan fügen Versatzstücke aus der amerikanischen Popkultur zu ihrer eigenen temporeichen Geschichte mit zahlreichen schrägen Figuren zusammen. Es ist also kein Zufall, dass die beiden im Abspann Quentin Tarantino ihre Reverenz erweisen. Während Cartoonist und Animationsfilmemacher Plympton für die Mischung aus Zeichentrick und Computeranimation verantwortlich ist, die an amerikanische Underground-Comix erinnert, hat Jim Lujan nicht nur das Drehbuch geschrieben, sondern auch zahlreiche Figuren synchronisiert, deren Slang den Film prägt. Ihr schwarzhumoriger Blick auf eine aus den Fugen geratene amerikanische Gesellschaft feierte am L’Etrange Festival in Paris Weltpremiere und wurde an den Festivals von Houston und Nashville ausgezeichnet. (sch)

  • RegieBill Plympton, Jim Lujan
  • LandUS
  • Produktionsjahr2016
  • Laufzeit1 Stunde 10 Minuten
  • Sprache (Untertitel)Englisch
  • Altersfreigabe16+