Ruben Brandt ist ein eigenwilliger Psychoanalytiker mit einer besonderen Beziehung zur Kunst. Albträume plagen ihn: Träume von Meisterwerken aller Epochen, die ihm keine Ruhe lassen. Er bereist die berühmtesten Museen der Welt, in denen diese Werke hängen, und gelangt zu der Überzeugung, dass man seine Probleme besitzen muss, um sie zu überwinden … Eine spektakuläre Kunstraubserie beginnt, die bald einen hartnäckigen Verfolger auf den Plan ruft: Kowalski. Schritt für Schritt beginnt dieser, das Muster hinter den Diebstählen zu entschlüsseln und schliesslich das Familiengeheimnis zu lüften, das Brandt umgibt. Dabei ist der Verfolger dem Verfolgten mehr verbunden, als er ahnt.
Nie wurde Selbstfindung farbenprächtiger und kunstvoller in Szene gesetzt. Der Film präsentiert sich als verspielter, oft atemloser Bilderrausch, und die Kunst macht in der noblen
Rolle der Unruhestifterin eine herausragende Figur. Die zahlreichen Verweise auf Kunstwerke, berühmte Filmszenen und Regisseur*innen machen den Film zu einem Muss für Kunst- und Filmliebhaber*innen.
Das Spiel mit verschiedenen Genres ist für Milorad Krstić selbstverständlich – der 1953 geborene Künstler arbeitet als Grafiker, Maler, Fotograf sowie mit multimedialen Techniken. Sein erster animierter Kurzfilm «My Baby Left Me» gewann an der Berlinale 1995 einen Silbernen Bären, 1999 wurde Krstić in Annecy mit seiner Frau Radmila Roczkov (die als Autorin und Produzentin auch an «Ruben Brandt» mitwirkte) für das interaktive Animationsprojekt «Das Anatomische Theater» ausgezeichnet.
«Ruben Brandt, Collector» wurde für diverse Filmpreise nominiert (u. a. Annie Awards 2019, Chicago Film Critics Association Awards 2018, Locarno Film Festival 2018). Am Seville European Film Festival wurde er 2018 für das beste Drehbuch ausgezeichnet, am Triest Film Festival gewann er 2019 den Preis als bester Film.

  • RegieMilorad Krstić
  • LandHU
  • Produktionsjahr2018
  • Laufzeit1 Stunde 34 Minuten
  • Sprache (Untertitel)Englisch (Deutsch)
  • Altersfreigabe12+