Seoul Station

Im Herzen Südkoreas grassiert eine hässliche Epidemie: Der Erreger nistet sich im Körper eines verwahrlosten Obdachlosen ein, den es im städtischen Bahnhof in der Öffentlichkeit rasch dahinrafft. Kurze Zeit später ist sein Leichnam wie von Geisterhand verschwunden – und einem Lauffeuer ähnlich verwandelt sich die Bevölkerung zeitgleich in eine Horde blutrünstiger Zombies. Die Behörden schotten die Innenstadt hermetisch ab, um das Ende des Ausbruchs auszuharren – bis niemand mehr übrig bleibt. Suk-gyu versucht in diesem bedrohlichen Umfeld seine Tochter aufzuspüren, die weggelaufen ist. Sie bewegt sich mittlerweile am unteren Ende des sozialen Gefüges und muss sich und ihren nichtsnutzigen Freund mit ihrem Job als Callgirl über Wasser halten. Damit gerät auch sie ins Visier der Untoten. Eine nervenaufreibende Hetzjagd entspinnt sich in den Strassen Seouls, die mit einer höchst brisanten Wendung endet. Der Südkoreaner Sang-ho Yeon («The King of Pigs», «The Fake») zielt in seinem dritten Spielfilm erneut mit Giftpfeilen auf die sozialen Ungerechtigkeiten in seinem Land. Dabei lässt er eine zerrüttete Familiengeschichte gegen Südkoreas Unterschicht auflaufen und übersetzt soziale Entfremdung und Ungleichheit in eine rasante Zombie-Apokalypse. «Seoul Station» ist ein Low-Budget-Film, der durch eine ausdrucksstarke Formsprache besticht und actiongeladenes Filmvergnügen verspricht.

Stimmen: Seung-ryong Ryu, Eun-kyung Shim, Joon Lee

  • RegieSang-ho Yeon
  • LandKR
  • Produktionsjahr2016
  • Laufzeit1 Stunde 32 Minuten
  • Sprache (Untertitel)Koreanisch (Englisch)
  • Altersfreigabe16